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Als der FC Landtag NRW mit Macht auf den Ausgleich drängte, schlugen die Altinternationalen mit erbarmungslosen Kontern zu. Das vom Bundestrainer propagierte risikoreiche Spiel nach vorn machte sich jedenfalls für den FCL nicht bezahlt. Im Gegenteil: Die nordrhein-westfälischen Altinternationalen, gecoacht von Fortunas Trainer-Legende Lucas, nutzten die sich ergebenden Räume genießerisch aus und brachten die FCL-Abwehr von Beginn an gehörig ins Schwitzen. Es schien, als ob die Altinternationalen um Spielführer Hennes Löhr immer mindestens drei anspielbereite Spieler mehr auf dem Platz hätten als der FC Landtag. In der ersten Hälfte liefen viele der zahlreichen Angriffe, die gegen das FCL-Tor brandeten, über den rechten Flügel. Dort präsentierte Calle del Haye seine noch immer beeindruckende Schnelligkeit und schlug seine gefährlichen Flanken. Im FCL-Strafraum lauerten dann Thomas Allofs, Uwe Rahn und Ferenc Schmidt und schwuppdiwupp stand es 3 - 0. - trotz der glänzenden Paraden von Keeper Zenker.
Der FCL arbeitete sich in der ersten Halbzeit zu selten vor das Tor seines Gegners, kam aber trotzdem zu zwei sehr guten Chancen. Beide wurden allerdings versemmelt.
Mit neuem Schwung ging der FCL in die 2. Halbzeit des Spiels im ehrwürdigen Paul-Janes-Stadion, das unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Regina van Dinther stand. Die Rechnung aber hatte er ohne den Wirt gemacht. Die Altinternationalen legten noch einen Zahn zu, verlegten sich nun aber vor allem auf gekonntes Kurzpassspiel. Mit diesem spielten sie die Abwehr des FCL schwindelig. Patsch-patsch-patsch Tor, sagt man dazu heute im Fußball-Jargon. Hin und her hetzten die geplagten Defensivkräfte der Parlamentsmannschaft. Sie, genauso wie Torhüter Heinrich Kemper, der Zenker im Kasten abgelöst hatte, konnten nicht verhindern, dass die Altinternationalen auf 6 - 0 davon zogen. Kraft seines unbändigen Willens bäumte sich nun der FCL gegen die drohende Niederlage auf. Und schon kam eine Traumkombination zustande, die ihren Ausgangspunkt von Käpt'n Günter Langen nahm, diesem Zauberer an der Außenlinie. Flugs bildete er mit Bernhard Tenhumberg, Hans Kraft und Werner Lohn eine Raute, die sich keilförmig in die Hälfte der Altinternationalen schob. Als sich die Flanke öffnete, erhielt Jürgen Unruhe links die Kugel, zog los, schlug eine präzise flache Flanke, die die FCL-Sturmspitze Thorsten Schick sicher verwertete. Wie bereits erwähnt, drehte der FCL nun mächtig auf, lief aber ins offene Messer. Noch drei Mal musste Heinrich Kemper das Leder aus dem FCL-Netz holen. Es spricht für die Moral der Landtagstruppe, dass sie niemals aufgab. Michael Vesper holte sich den Ball in der eigenen Hälfte, startete erneut zu einem seiner feinen Dribblings, bildete mit Jens Petersen ein Duo, das sich mit Jan Söffing zu einem Trio erweiterte. Jetzt war es der FCL, der effektvoll kombinierte. Werner Mayer und der FCL profitierten von dieser Teamleistung. Mit Werner Mayer landete auch die zweite Sturmspitze des FCL einen Treffer. Innenminister Ingo Wolf und der Parlamentarische Staatssekretär Manfred Palmen sahen es mit Staunen.
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