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Andalusischer Herbst - FCL-Niederlage in Chiclana
Es geschah am dritten Tag der Andalusien-Reise des FC Landtag NRW. Eingerahmt von nächtlichen Sitzungen, dem Besuch der Sherry- und Brandy-Keller Gonzales-Byass, der Pferdeshow in der Real Escuela Espanola del Arte Ecuestre, einem Flamenco-Abend, e.der durstig machenden andalusischen Sonne und nicht zuletzt vom Geburtstag des FCL-Präsidenten Günter Langen traf der FC Landtag NRW in der
Hitze des Mittags im Stadion von Chiclana auf das Team der Provinz Cadiz, das sich aus Politikern, Sportjournalisten und Jungprofis formiert hatte.


Trotz der vorausgegangenen Reise-Strapazen waren die Laktat-Werte des Parlamentsteams im grün-weiß-roten Bereich. Das war auch bitter nötig, denn das spanische Team entwickelte sofort starken Druck und rollte in immer mächtiger werdenden Wellen auf das von David Euteneuer gehütete FCL-Tor. Somit ergab sich die taktische Ausrichtung für den FCL gleichsam von alleine: verstärkte Defensive und der Versuch, auf Konter zu setzen. Bernhard Tenhumberg, Werner Lohn, Hubert Kleff, Wolfgang Euteneuer, Werner Sesterhenn, Dirk Schüttrumpf und Hans Zinnkann stemmten sich den leidenschaftlichen Attacken der Spanier entgegen. Jürgen Coße, Norbert Stiens und Oskar Burkert versuchten das Spiel zu beruhigen und zu einem kontrollierten Spielaufbau zu gelangen. Das gelang
zu selten, zu selten kam das andalusische Tor in Gefahr. So blieben die 186-jährigen FCL-Sturmspitzen Günter Langen, Willi Nowack und Werner Mayer zunächst stumpf. In der Hälfte des FCL dagegen brannte es lichterloh und ohne die katzengewandten Paraden von David Euteneuer und vor allem die fanatische Unterstützung des mitgereisten FCL-Anhangs wäre die Mannschaft wahrscheinlich schon in der ersten Halbzeit zusammengebrochen.
Die Anfeuerung durch die weiblichen Fans aber gaben den Spielern immer neue Kräfte und so wehrten sie sich bravourös gegen die Übermacht.


Selbst Manager Calli Lehne stürzte sich ins Getümmel und half seiner Mannschaft mit einem mustergültigen Einwurf. Und in der zweiten Halbzeit hielt es auch Theo Peschkes nicht mehr auf der Auswechselbank. Erfolgreich hielt der Defender die rechte Abwehrseite ohne Ballberührung sauber. In Hälfte zwo gelangen dem FCL auch
einige sehenswerte Ballstafetten und schon ergaben sich auch Torchancen. Der Ausgleich war nahe. Doch es kam anders.

Fast mit dem Pausenpfiff hatte der FCL das 0 - 1 kassiert: Ein unglücklicher Treffer, da der Ball eigentlich schon abgewehrt war. Weitere Tore fielen erst, als die nordrhein-westfälischen Helden müde wurden. Kein Zweifel: Der FCL hat sich teuer verkauft und es einer wesentlich jüngeren Mannschaft schwer gemacht, ihn zu besiegen.


Ach ja, das Endergebnis, auf das es allerdings gar nicht ankommt bei einer solchen Brücke der Freundschaft schlagenden Begegnung: 0 - 4. Was soll's. Aber vielleicht hätte der FCL doch Rita Klöpper in sein Tor stellen
sollen, die sich für diese verantwortungsvolle Position mit den unschlagbaren Worten "auf Mütter schießen
die nicht" bewarb.

 
 
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