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Erneut schlug der Fußball-Seismograph heftig nach unten aus. Aus
Sicht des FCL ist das allenfalls dann zu goutieren, wenn man Gefallen
an Untergangsszenarien hat. Dabei begann es gar nicht so übel im
Paul-Janes-Stadion in Düsseldorf, obwohl der FCL den verletzungsbedingten
Ausfall seines Herzstücks, Spielertrainer Wolfgang Euteneuer, verkraften
musste. Nach wenigen Minuten des Abtastens ging der FC Landtag durch Jörg
Krause in Führung, der auch danach mehrfach durch seine beherzten
Antritte auf dem rechten Flügel Akzente setzte.
Zwei mehr als unglückliche Gegentore brachten den FCL gegen das Team
der WZ noch vor der Pause in Rückstand. Kein Zweifel: Die Führung
der Presseleute war verdient. Aber noch hielt der FCL ganz gut mit, und
er wehrte sich auch bis Mitte der 2. Halbzeit nach Kräften. Ralf
Jäger präsentierte sich erneut durch sein körperbetontes
Spiel als giftiger Defensivmann. Bernhard Tenhumberg zeigte seine Qualitäten
vor allem im Spiel Mann gegen Mann. Hans Kraft fegte die Außenlinie
rauf und runter - der Prototyp eines modernen Außenverteidigers.
Und im Sturmzentrum ließ Willi Nowack immer wieder seine filig-rane
Spielkultur aufblitzen, scheiterte jedoch leider mit einem Kopfstoß
nach fein temperierter Flanke von Jörg Krause am gegnerischen Keeper.
Es wäre der Ausgleich gewesen und hätte möglicherweise
den erlahmenden FCL-Kräften neuen Schwung vermittelt. Doch es kam
anders und bitter: Innerhalb von 4 Minuten kassierte der FCL drei Tore
und lag nun mit 1 - 5 hoffnungslos hinten. Nun war es vorbei mit jeglichem
Aufbäumen. Das Blei in den Gliedern wurde immer schwerer. Das Abwehrbollwerk
des FCL, das vorher bereits erste Risse offenbarte, bröckelte nun
munter drauflos. Noch drei weitere Male musste Rene Markgraf die Kugel
aus seinem Netz fischen.
Dem FCL fehlt zur Zeit der Wille zum Sieg, es fehlt die nötige Laufbereitschaft.
Die Mannschaft ist nicht, wie in früheren glanzvollen Zeiten, in
der Lage ein Spiel umzudrehen.
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